Claude ist gerade eines der Werkzeuge, nach denen am stärksten gesucht wird. Die meisten Erklärungen dazu zeigen, wo man klickt. Das hier ist keine Klickanleitung, sondern ein Bericht aus meinem Betrieb: wofür ich Claude benutze, was dabei herauskommt und wo es hakt.
Warum Claude und nicht irgendein anderes Werkzeug
Ich benutze nicht nur Claude. Für das Einrichten von Abläufen in meinem CRM nehme ich ChatGPT, und das funktioniert gut. Claude nehme ich für zwei Arten von Arbeit: Texte, die nach mir klingen sollen, und Dinge, die ich früher nicht selbst bauen konnte. Bei beidem geht es weniger um das Werkzeug als um die feste Anweisung dahinter. Welche Werkzeuge bei mir sonst laufen, steht unter KI Tools für Selbstständige.
Was bei mir mit Claude läuft
- Texte in meiner Sprache. Meine Markenstimme, meine Zielgruppe und meine Positionierung liegen als feste Anweisungen hinterlegt. Ein Entwurf klingt dadurch schon nach mir, bevor ich ihn anfasse. Was rausgeht, gebe ich trotzdem selbst frei.
- Diese Website. Seiten, Artikel, Formulare, die Anbindung an mein CRM und die Prüfung auf Barrierefreiheit sind mit Claude Code entstanden.
- Der Chat unten rechts. Aki beantwortet Fragen zu den Inhalten dieser Seite und läuft auf Claude. Er kennt jeden Artikel, weil sein Wissen bei jeder Veröffentlichung aus der Seite selbst neu gebaut wird.
- Die kostenlosen Tools. Nischenfinder, Traumkunden-Finder und die anderen Auswertungen auf dieser Seite schicken deine Angaben an Claude und bekommen eine Auswertung zurück.
Claude Code, ohne programmieren zu können
Claude Code ist die Form von Claude, die nicht nur antwortet, sondern Dateien anlegt, ändert und veröffentlicht. Ich beschreibe auf Deutsch, was ich will, zum Beispiel ein Menü, das auf dem Handy aufklappt, oder einen Cookie-Banner, bei dem Ablehnen genauso leicht ist wie Annehmen. Claude baut es, prüft es und zeigt mir das Ergebnis. Ich entscheide, ob es so bleibt.
Was das verändert, ist nicht die Geschwindigkeit, sondern wer bauen kann. Früher hätte ich für jede Änderung jemanden gebraucht und gewartet. Heute ist die Grenze nicht mehr, ob ich programmieren kann, sondern ob ich genau sagen kann, was ich will. Das ist eine Vertriebsfähigkeit und keine technische.
Wo es hakt
- Das Kontingent. Im normalen Abo ist das Nutzungsvolumen schneller aufgebraucht, als man denkt, vor allem bei langen Aufgaben. Deshalb plane ich größere Arbeiten am Stück und nicht nebenbei.
- Ergebnisse prüfen. Claude liegt manchmal daneben, mit großer Überzeugung. Bei Zahlen, Rechtsfragen und allem, was mit meinem Namen rausgeht, schaue ich selbst drauf oder lasse es prüfen.
- Die Versuchung, zu viel zu bauen. Wenn Bauen plötzlich leicht ist, baut man mehr, als man verkauft. Das ist mein eigenes Muster, und Claude macht es nicht kleiner.
Was du daraus mitnimmst
Fang nicht mit Claude Code an, sondern mit einer festen Anweisung für die eine Aufgabe, die du jede Woche erledigst. Wenn deine Markenstimme einmal sauber hinterlegt ist, wird jedes weitere Werkzeug besser, weil es weiß, wie du klingst. Wie das in der Gruppe geht, zeige ich im Workshop Grundlagen. Was ein Promptist und was eine Automatisierung, steht im Glossar.
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Anne Marx richtet KI-gestützte Marketing- und Vertriebsabläufe ein. Über zwanzig Jahre Marketing und Vertrieb, zuletzt Vertriebsleitung und Leitung Digitales Marketing im regulierten Pharmamarkt.
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