Glossar
Die Begriffe, und der Satz dazu, den dir sonst niemand sagt.
Hier stehen die Begriffe, die dir beim Aufbau und Ausbau eines eigenen Geschäfts begegnen, erklärt so, dass du sie danach verstehst. Kein Lexikon, eher das, was ich dir am Telefon erklären würde.
A
- Affiliate-MarketingDu empfiehlst das Produkt eines anderen Anbieters über einen Link und wenn jemand darüber kauft, bekommst du eine Provision.
- AufschiebenNicht das Fehlen von Disziplin, sondern meistens das Fehlen einer Entscheidung.
- AutomatisierungEin Vorgang, der ohne dich abläuft, nachdem er einmal eingerichtet wurde.
- AVGSAktivierungs- und Vermittlungsgutschein, ausgestellt von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter nach § 45 SGB III.
B
- BAFA-BeratungsförderungDas Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bezuschusst Beratung durch registrierte Berater und Beraterinnen unter dem Namen Förderung unternehmerischen Know-hows.
- BetriebsmittelGeld für den laufenden Betrieb, also Miete, Personal, Marketing, Warenlager.
- BewertungsangstDie Angst, gesehen und beurteilt zu werden, und der häufigste Grund, warum Menschen mit gutem Angebot nicht sichtbar werden.
- BürgschaftsbankEin Förderinstitut je Bundesland, das für dich bürgt, wenn dir die banküblichen Sicherheiten fehlen.
- BusinessplanEin Dokument, das beschreibt, was du anbietest, für wen, wie du Kunden und Kundinnen gewinnst und wie sich das über drei Jahre rechnet.
C
- Call to ActionDie eine Aufforderung am Ende eines Beitrags, einer Seite oder einer Mail, was Leser und Leserinnen jetzt tun sollen.
- Content-HamsterradDer Zustand, in dem du jeden Tag postest, weil du glaubst, du müsstest, ohne dass dahinter ein Angebot, ein Weg oder eine Liste steht.
- ConversionDer Moment, in dem aus einem Leser oder einer Leserin ein Kontakt wird oder aus einem Kontakt ein Kunde oder eine Kundin.
- CRMCustomer Relationship Management, in der Praxis: die eine Stelle, an der alle Kontakte, Anfragen, Gespräche und nächsten Schritte liegen.
D
- Digitales ProduktEtwas, das du einmal erstellst und beliebig oft verkaufst, ohne dass du pro Verkauf Zeit aufwendest: ein Workbook, ein Kurs, eine Vorlage, ein Audio.
- Done for you, done with you, do it yourselfDrei Modelle, wie Hilfe verkauft wird.
- Double Opt-inDas Verfahren, bei dem sich jemand für deine Liste einträgt und die Eintragung per Mail bestätigt.
E
- EigenkapitalDie Mittel, die du selbst einbringst, also Erspartes, Sacheinlagen oder Geld aus dem Umfeld.
- EinstiegsgeldDer Zuschuss des Jobcenters für Menschen, die aus dem Bürgergeld heraus gründen, nach § 16b SGB II.
- EinzelunternehmenDas Unternehmen einer einzelnen natürlichen Person.
- EngpassDie eine Stelle in deinem Geschäft, an der gerade am meisten liegen bleibt.
- EvergreenEin Angebot oder ein Inhalt, der dauerhaft verfügbar ist und dauerhaft verkauft, im Gegensatz zum Launch, der ein Zeitfenster hat.
F
- FörderkreditEin Darlehen eines Förderinstituts wie der KfW oder einer Landesförderbank, meist zu günstigeren Bedingungen als ein normaler Bankkredit.
- Freiberuflich oder gewerblichFreiberufler sind die im Einkommensteuergesetz genannten Berufe, Beratung, Lehre, kreative und heilende Tätigkeiten, angezeigt beim Finanzamt, ohne Gewerbesteuer und ohne IHK-Pflicht.
- FremdkapitalGeliehenes Geld mit Rückzahlungs- und Zinspflicht, also Kredite und Darlehen.
- FunnelDer Weg, den ein Mensch von der ersten Berührung mit dir bis zum Kauf geht, gedacht als Trichter, weil auf jeder Stufe Menschen abspringen.
G
- GbRGesellschaft bürgerlichen Rechts nach §§ 705 ff.
- GewerbeanmeldungDie Anzeige beim Gewerbeamt nach § 14 GewO, fällig bevor du anfängst und nicht danach.
- GewerbesteuerEine Steuer der Gemeinde auf den Gewerbeertrag.
- GmbHKapitalgesellschaft mit 25.000 Euro Stammkapital, von denen mindestens die Hälfte bei der Anmeldung eingezahlt sein muss.
- GründungszuschussDie Förderung der Agentur für Arbeit für Menschen, die aus dem Arbeitslosengeld I heraus gründen, nach §§ 93 und 94 SGB III.
H
- HaftungsfreistellungDas Förderinstitut übernimmt einen Teil des Ausfallrisikos der Bank, die den Kredit durchleitet.
- HandelsgewerbeEin Gewerbe, das einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.
- HandelsregisterDas öffentliche Verzeichnis der Kaufleute und Handelsgesellschaften, geführt bei den Amtsgerichten.
- HausbankprinzipFörderkredite laufen über deine eigene Bank.
- HookDer erste Satz eines Beitrags, der entscheidet, ob jemand weiterliest.
I
K
- KapitalbedarfsplanDie Aufstellung aller Mittel, die du brauchst, bis dein Geschäft sich selbst trägt.
- KapitaldienstZins und Tilgung zusammen, also der Betrag, den dein Geschäft jeden Monat für den Kredit erwirtschaften muss.
- Kaufmann und e. K.Wer ein Handelsgewerbe betreibt, ist Kaufmann oder Kauffrau im Sinne des HGB und wird als eingetragener Kaufmann oder eingetragene Kauffrau ins Handelsregister eingetragen.
- KI-AgentEin Programm auf Basis eines Sprachmodells, das eine abgegrenzte Aufgabe selbstständig erledigt, mit eigenem Auftrag, eigenen Regeln und Zugriff auf deine Werkzeuge.
- KleingewerbeKeine Rechtsform, sondern ein Gewerbebetrieb, der nach Art und Umfang keinen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb braucht (§ 1 Abs.
- KleinunternehmerregelungWer im Vorjahr nicht mehr als 25.000 Euro Umsatz hatte und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht überschreitet, kann sich nach § 19 UStG von der Umsatzsteuer befreien lassen.
L
- LaunchEin zeitlich begrenzter Verkauf eines Angebots mit Ankündigung, Öffnung und Schließung.
- LeadmagnetEtwas Nützliches, das du kostenlos gegen eine E-Mail-Adresse abgibst.
- LiquiditätsplanEine Monatsübersicht darüber, wann Geld hereinkommt und wann es rausgeht.
- ListeDeine E-Mail-Liste, die einzige Reichweite, die dir wirklich gehört.
M
- MembershipEin Angebot mit monatlichem Beitrag, das laufend Inhalte, Zugang oder Begleitung liefert.
- Mental LoadDie unsichtbare Last, an alles denken zu müssen.
- MRR, Master Resell RightsWiederverkaufsrechte, bei denen du ein digitales Produkt kaufst und es samt Wiederverkaufsrecht weiterverkaufen darfst.
N
P
- Personal BrandDu selbst als Marke, mit Namen, Gesicht, Haltung und einem Thema, für das man dich kennt.
- PLR, Private Label RightsRechte, bei denen du ein fertiges Produkt kaufst, es bearbeiten, umbenennen und unter deinem Namen verkaufen darfst.
- PositionierungDer Satz, der sagt, für wen du was löst und warum bei dir.
- ProdukttreppeDie Reihenfolge deiner Angebote vom kostenlosen Einstieg über kleine Produkte bis zur teuren Begleitung.
- PromptDie Anweisung, die du einem Sprachmodell gibst.
R
S
- SchneeballsystemEin System, in dem das Geld nicht aus Verkäufen an echte Endkunden kommt, sondern daraus, dass laufend neue Teilnehmer und Teilnehmerinnen einsteigen und zahlen.
- SelbstsabotageEin Wort, das ich ungern benutze, weil es klingt, als wärst du dein eigener Gegner.
- SichtbarkeitNicht dasselbe wie Reichweite.
- Silent BuyerMenschen, die deine Beiträge lesen, nie kommentieren, nie liken und irgendwann kaufen.
- SkalierungMehr Umsatz, ohne dass die Arbeit im selben Maß mitwächst.
- SoloselbstständigkeitSelbstständige Tätigkeit ohne eigene Beschäftigte.
T
- Tilgungsfreie AnlaufzeitEin Zeitraum am Anfang der Laufzeit, in dem du nur Zinsen zahlst und noch nicht tilgst.
- TragfähigkeitsbescheinigungDie Bestätigung einer fachkundigen Stelle, dass dein Vorhaben wirtschaftlich tragfähig ist, Voraussetzung für Gründungszuschuss und viele andere Förderungen.
- TransparenzregisterEin Register über die wirtschaftlich Berechtigten, also über die Menschen, denen ein Unternehmen tatsächlich gehört.
- TripwireEin sehr günstiges Produkt, das direkt nach der Eintragung in die Liste angeboten wird, meist zwischen sieben und 27 Euro.
U
W
Begriffe zu Recht, Steuern und Finanzierung geben hier Orientierung und ersetzen keine Beratung. Beträge, Grenzen und Programme ändern sich, prüf sie vor deiner Entscheidung bei der zuständigen Stelle oder bei einer Steuerberatung.